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Bahnbrechend

v.l.n.r. D. Kassner, B. Kavelaars, S. Schmidt, Dr. J. Hekler

 

Hohe Auszeichnung für das Team der Aggertalklinik: Beim Reha-Kolloquium Mitte April in Berlin konnten die Physiotherapeuten Sebastian Schmidt und Boudewijn Kavelaars sowie der Diplom-Sportwissenschaftler Daniel Kassner stellvertretend für die Klinik den Publikums-Posterpreis entgegennehmen. Die Prämierung zeigt, dass sie mit ihrem Poster „Standardisiertes ICF-bezogenes Assessment in der orthopädischen Rehabilitation möglich?/!“ ein sehr aktuelles Thema getroffen haben.

Bei dem Poster im Format DIN-A0 handelt es sich um eine kurze Darstellung einer klinikinternen Machbarkeitsstudie. Es geht dabei um die regelhafte und systematische Erfassung des Reha-Erfolges bei Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat – und es geht um eine große Verbesserung: „Wir konnten nämlich im klinischen Alltag feststellen, dass in einigen Fällen der Erfolg einer Rehabilitation von Mitarbeitern der Klinik und Patientinnen und Patienten unterschiedlich bewertet wurde“, erläutert Sebastian Schmidt, der das Poster während des Reha-Kolloquiums vorstellte.

Vereinfacht gesagt, messen Sebastian Schmidt und seine Kollegen mithilfe des standardisierten ICF-Verfahrens die Einschränkungen in der Bewegungsfähigkeit eines Patienten und seine Entwicklungsschritte während der Reha. „ICF“ steht für die Internationale Klassifikation von Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health).
Schmidt und seine Mitstreiter sind von der Wirksamkeit des ICF-Verfahrens in der orthopädischen Reha überzeugt. Für die Patienten werde damit der Reha-Verlauf transparenter, und das Team könne mithilfe der Daten optimale Empfehlungen nicht nur für die Zeit in der Reha, sondern auch für die Nachsorge geben. Das Messverfahren biete außerdem die Möglichkeit, die eigenen Maßnahmen zu reflektieren, auf deren Wirksamkeit hin zu prüfen und bei Bedarf anzupassen. „Mich freut der Preis besonders, da ich der Meinung bin, dass ‚gute Reha‘ nur über Qualität geht. Wir haben auf dem Poster dargestellt, dass sich diese Qualität mit einfachen Mitteln belegen lässt. .Das ist ein wichtiger Beitrag zur Reha und unterstützt unsere weitere Arbeit, Reha-Prozesse zu optimieren“, fasst Sebastian Schmidt den Nutzen zusammen.
Das Reha-Kolloquium ist als Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung das wichtigste Forum für praxisrelevante Ergebnisse zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation. Jährlich nehmen etwa 1 500 Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis, Medizin, Psychologie und Therapie, Gesundheitsmanagement, Verwaltung und Politik teil.

Beitrag von Martina Reinhard
Foto: Eichner

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