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Rheinisches Modellprojekt "Prävention"

Präventionsleistungen bei der DRV Rheinland


Am 1. September 2013 hat die Deutsche Rentenversicherung Rheinland mit dem „Rheinischen Modellprojekt Prävention“ in ihrer Klinik Roderbirken gestartet. Bereits zum damaligen Zeitpunkt war es Ziel dieses Projektes, Versicherten, die keinen gesundheitsgefährdenden Beruf ausüben, Präventionsleistungen anzubieten.

Nunmehr wurden mit Wiedereinführung des § 14 SGB VI (Sechstes Buch, Sozialgesetzbuch) durch das so genannte „Flexirentengesetz“ Präventionsleistungen zu Pflichtleistungen der Deutschen Rentenversicherung benannt. Das lang bekannte Credo „Reha vor Rente“ wurde also ergänzt zu „Prävention vor Reha vor Rente“

Durch ein späteres Erreichen des Rentenalters, der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung und aufgrund der Zunahme von chronischen Erkrankungen wird den Präventionsleistungen durch dieses Gesetz ein höherer Stellenwert eingeräumt. Für die Arbeit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland bedeutet das konkret:

Das bisherige Modellprojekt ist in der Klinik Roderbirken zum regulären Präventionsverfahren geworden und wird dort weiter durchgeführt.

Eine Präventionsleistung untergliedert sich in vier modulare, sich bedingende Phasen:

  1. Initialphase
    Dauer: 3 Tage
    Durchführungsart: ganztägig ambulant

    Inhalte: Erfassung des Gesundheitsstatus, Erstellung eines berufsbezogenen und individuellen Anforderungs- und Fähigkeitsprofils, Impulsvorträge zum Einstieg und Erstellung eines individuellen Trainingsplans für die Trainingsphase
  1. Trainingsphase
    Dauer: 16 Wochen
    Durchführung: Trainingstermine werden nach Absprache mit den Versicherten vergeben, damit der Beruf uneingeschränkt weiter ausgeübt werden kann. Berufsbegleitend, 2-mal pro Woche circa 90 bis 120 Minuten (Wochentags)

    Inhalte: Praxisorientierte Vermittlung von Strategien zum erfolgreichen Selbstmanagement für einen nachhaltig gesunden Lebensstil.
    Die Vermittlung der Inhalte erfolgt durch theoretische und praktische Schwerpunkte. Aufbau auf den Impulsvorträgen der Initialphase.
  1. Eigenaktivitätsphase
    Dauer: Im Anschluss an die Trainingsphase, unbestimmte Dauer
    Durchführung Selbständig im Alltag

    Inhalte: Die Versicherten sollen das Erlernte selbständig im Alltag anwenden und umsetzen.
    Hierzu erfolgt keine separate Bewilligung durch die Deutsche Rentenversicherung und dementsprechend auch keine Kostenübernahme.
  1. Auffrischungstag
    Dauer: Ein Tag
    Durchführung: Refresher-Tag in der Rehabilitationseinrichtung (Durchführung auch an einem Samstag möglich)

    Inhalte: Es werden Auffrischungsmodule angeboten und die Versicherten reflektieren ihre Erfahrungen bezüglich ihrer Lebensstiländerungen in Alltag und Beruf. Dieser Tag dient der Auffrischung und Verstetigung des zuvor Erlernten, sowie zur Unterstützung bei der Bewältigung von Umsetzungshindernissen.

Präventionsverfahren sind berufsbegleitende Maßnahmen. Maßgeblich ist hier also eine enge Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und den Präventionseinrichtungen. Die Deutsche Rentenversicherung hat mit einigen großen Arbeitgebern wie zum Beispiel Henkel oder Mercedes Benz Absprachen getroffen, die den Ablauf solcher Leistungen optimieren sollen.

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